Munitionsaltlasten in der Ostsee


Nach offiziellen Schätzungen liegen in deutschen Nord- und Ostseegewässern mehr als 1,5 Mio. Tonnen Munition aus den Weltkriegen, in der Ostsee sind es 300.000 Tonnen. Obwohl das Thema Munition im Meer seit Jahrzehnten bekannt, rückt es erst seit relativ kurzer Zeit in den Fokus der Öffentlichkeit. Auf Einladung der SPD- Landtagsfraktion haben wir gemeinsam mit unseren Gästen Prof. Dr. Edmund Maser vom Institut für Toxikologie der CAU Kiel, Claus Böttcher vom Melund und Dagmar Struß vom NABU über die Gefahren durch die Altmunition auf unserem Meeresgrund in Travemünde diskutiert. Die Vorträge waren sehr informativ und zeigten den vielen interessierten Gästen deutlich auf, dass jetzt gehandelt werden muss. Momentan gehe von der Munition im Meer zwar noch kaum eine Gefahr aus, aber wenn sie in einigen Jahrzehnten instabil werden sollten, ist es zu spät zum Handeln, so die einhellige Meinung von Dr. Edmund Maser und Claus Böttcher.