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Sandra Redmann zur Debatte um die beantragte Befahrensreglung für Naturschutzgebiete an der Ostseeküste, 24.08.2011

Naturschutzgebiete an der Ostseeküste wirksam schützen!

Zu der von Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf beim Bundesverkehrsministerium beantragten Befahrensregelung für Naturschutzgebiete an der Ostseeküste und der Reaktion der FDP-Landtagsfraktion darauf sagt die naturschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sandra Redmann:

Der Schutz der Naturschutzgebiete an der Ostseeküste vor Beeinträchtigungen durch Boote von Wassersportlern und Anglern muss verbessert werden. Es ist grundsätzlich eine gute Nachricht, dass Ministerin Dr. Rumpf auf Basis eines Kompromisses mit den Wassersportlern und Anglern eine neue Befahrensregelung beim Bund beantragt hat. In der Sache dürfen allerdings die Ziele des Naturschutzes nicht zu kurz kommen.

Merkwürdig dünnhäutig ist die Reaktion der FDP-Fraktion auf das Handeln der Umweltministerin. Bevor irgendwelche Inhalte der neuen Befahrensregelung klar sind, meckern sie rum und rügen die Nichtbeteiligung eines Teils des Parlaments. Wahrscheinlich haben sich CDU und FDP im Vorfeld schon für die wirtschaftlichen Interessen in den Naturschutzgebieten zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Wir unterstützen grundsätzlich das Vorgehen von Umweltministerin Dr. Rumpf und werden in der anstehenden Anhörung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung darauf achten, dass die Ziele des Naturschutzes nicht in einem politischen Kuhhandel unter die Räder kommen. Der Schutz für Naturschutzgebiete überall in Schleswig-Holstein sollte eine Selbstverständlichkeit sein.